Passage

62 photographs including an introduction


"Die Bilder von "Passage" zeigen meist profane Orte: Fussgängerunterführungen, Fabriken, Hotels, Strassentunnels. Ich mag hingeworfenen Abfall und bemalte Wände nicht besonders. Diese kulturellen Spuren stören die einfachen Formen der Gebäude. Sie wirken aggressiv und stören die Ruhe an diesen Orten. Ich verstehe die Angst vor leeren Flächen und Räumen. Es ist verlockend Zeichen und Spuren zu hinterlassen. Manchmal stehen Namen an den Wänden.
Die Orte können bedrohlich auf mich wirken. Die Irritation geht von den Räumen aus, wenn sie meine eigene lückenhafte Erinnerungswelt spiegeln. In Passagen, also Durchgangsräumen, lösen sich Spuren der Vergangenheit auf, weil sich niemand um sie kümmert. Die Orte werden nicht wertvoll genug eingeschätzt, sie zu erhalten. Bemalungen, Schriftzeichen und lose Gegenstände verschwinden am schnellsten. Die leere Hülle zeugt noch vom Zweck des Bauwerks. Aber dann brechen die Baumaterialien auseinander. Ich reagiere auf diese Zerfallserscheinungen, indem ich den Instinkt zu fliehen unterdrücke, die Lichtspiele beobachte, auf Geräusche horche, nassen Stein, Mörtel, Beton rieche, im Halbdunkel nackte Wände abtaste, Spuren im Staub folge … und manchmal ein Foto mache."

"You will find nothing comforting in the dark world of functionality. Its beauty makes me feel nauseous. Its emptiness is not silence. The draught is creating an eddy of noise from footsteps and curses. I try to escape, to leave these dark passages, these artificial worlds of mocking promises, to follow a light, any light."

Published in englisch, czech and german
Publishing house: Verlag KANT, Praha, Czech Republic
Karel Kerlicky, kant@kant-books.com
ISBN 978-80-7437-058-8

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